Browsergames: Was ist Account-Diebstahl und wie kann er verhindert werden?

Spätestens seit der Einführung von Smartphones und Tablets erfreuen sich Browsergames immer größerer Beliebtheit, da sie problemlos sowohl zuhause auf dem PC als auch unterwegs gespielt werden können. Zahlreiche Testportale bieten euch eine Hitliste der besten Browsergames wie z.B. Netzsieger.de.

Browsergames haben eine große Entwicklung durchgemacht: Von anfänglich einfachen Strategie- und Wirtschaftssimulationen sind sie zu komplexen Spielen herangereift, in die Nutzer eine Menge Zeit und teilweise sogar Geld investieren. Gerade Letzteres lockt auch zwielichtige Gestalten auf den Plan, und immer wieder gelingt es Hackern, an die Account-Daten von Nutzern zu gelangen und schwer erarbeitete Gegenstände zu transferieren oder direkt zu verkaufen.

Passwortsicherheit: Das A und O

Eines der größten Probleme im Bereich der Account-Sicherheit ist das vom Nutzer gewählte Passwort. Menschen sind von Natur aus faul und wollen selbstverständlich nicht jedes Mal einen 25-stelligen Code eingeben, obwohl dies durchaus empfohlen werden kann. Die Wahrheit sieht leider erschreckend aus: Viele Gamer nutzen das Gleiche Passwort für verschiedene Spiele und Dienste, möglicherweise sogar für E-Mail-Adressen. Und gelangt dies in die Hände unbefugter Dritter, sind selbst dem tolerantesten Support die Hände gebunden. Wer sich keine 20 Passwörter mit ordentlicher Stärke merken kann oder möchte, sollte deswegen über sogenannte „Master-Password„-Tools nachdenken. Die gibt’s entweder als Freeware für Windows oder als App für das Smartphone. So muss man sich nur noch einen einzigen, dafür aber sicheren Zugangscode merken – die App übernimmt den Rest und generiert automatisch Codes in beliebiger Stärke. Übrigens – das sollte eigentlich klar sein – soll man Kennwörter NIEMALS an Dritte weitergeben. Auch nicht an Freunde oder Verwandte, denn dadurch verliert man nicht nur jegliche Sicherheit, sondern im Zweifel auch den Rechtsanspruch am Account.

Keylogger und Trojaner – selten, aber gefährlich

In seltenen Fällen können Hacker auf die Idee kommen, Passwörter über sogenannte „Keylogger“ oder spezielle Trojaner herauszubekommen, die jegliche Tastatureingaben überwachen und an Server verschicken. Normalerweise zielen solche Attacken nicht auf Account-Daten von Browsergames, sondern viel mehr auf Bankdaten und Pin-Codes ab, aber wer solche Schadsoftware auf dem PC oder gar auf dem Smartphone hat, kann sich selbst bei der Verwendung eines Master-Passworts nicht mehr sicher sein. Damit dies nicht passiert, sollten PC, Tablet und Co. mit einer ordentlichen Firewall und einem Virenprogramm geschützt sein. Die arbeiten im Regelfall – egal, ob Freeware oder Bezahlsoftware – nach dem gleichen Prinzip, und welche man wählt, ist hauptsächlich eine Sache des Vertrauens. Wer hier auf Nummer sicher gehen möchte, kauft einen Router mit eingebauter Firewall. Der kümmert sich um das Öffnen und Schließen der Ports und kann Attacken schon abwehren, bevor diese überhaupt den Rechner erreichen.

Was tun, wenn’s schon zu spät ist?

Wenn selbst die größte Vorsicht nicht hilft und man das Gefühl hat, der Account ist bereits kompromittiert, sollte man so schnell wie möglich den Support des Browsergames kontaktieren. Die Mitarbeiter können diesen dann sperren und weiteren Schaden verhindern. Manchmal ist sogar ein „Rollback“ möglich und bereits verlorene Gegenstände können wiederhergestellt werden; allerdings kann das Verfahren je nach Anbieter unterschiedlich lange dauern. Man wird jedoch in jedem Fall alles tun, um euch zu helfen, denn auch dem Unternehmen ist daran gelegen, euch als Kunden nicht zu verlieren.