Wer jetzt glaubt er schimpft wie alle auf das Metro Design oder bemängelt die Technik hinter Windows 8 der täuscht. Er sieht letztendlich nur einen starken Konkurrenten.

Gabe Newell gab jüngst in einen Interview zu verstehen, dass er das kommende Betriebssystem von Microsoft, Windows 8, für eine absolute Katastrophe hält. Bei der Überschrift nahm ich zunächst an es geht um technische Belange, da Valve schließlich nur auf Windows Basis entwickelt aber es geht ihm viel mehr um den integrierten AppStore.

Laut seiner Aussage sind die Magen und damit die Gewinne für Software- und Spieleentwickler in Gefahr, da in den AppStores, sei es Apple Android oder dann auch Microsoft ein so starker Preiskampf herrscht, dass Software sehr preiswert angeboten werden muss um wettbewerbsfähig zu sein.
Ob dies tatsächlich so eintritt bezweifele ich, da es für die Xbox 360 eine ähnliche Plattform gibt und die Preise von hochwertigen Produktionen stabil bleiben.

Ein Grund für seine Kritik ist vermutlich, dass Steam einen ernsthaften Konkurrenten bekommt. Der Platzhirsch muss sich momentan kaum mit Plattformen um die Gunst der Spieler konkurieren und Gabe Newell möchte sicher, dass dies auch so bleibt. Origin hat sich durch die Ereignisse in der Vergangenheit selbst ins Abseits gestellt und ist bei den meisten Spielern nicht sonderlich beliebt.

Mit Microsoft gesellt sich nun jemand dazu den es zu fürchten gilt. Das liegt weniger an der Qualität sondern viel mehr an der Markt-Dominanz. Jeder ausgelieferte PC, mit Windows 8, wird über den Store verfügen und der Kaufanreiz ist schnell gegeben, wenn es ein gutes Angebot für ein aktuelles Spiel gibt. Es gibt besonders für Neulinge keinen Grund mehr Steam zu installieren.

Valve kündigte vor kurzem an eine Steam Version für Linux und auch Left 4 Dead für Linux zu veröffentlichen. Es sollen, wie es aussieht, neue Märkte erschlossen werden um sich gegen den nahenden Software-Riesen abzusichern. Gabe Newell sagt im Bezug auf Linux aber auch, dass sich die Entwickler der Wichtigkeit von Spielen nicht bewusst seien. Wenn die Unterstützung von Spielen durch die Linux-Entwickler  mehr forciert werden würde hätte Linux ein viel leichteres Spiel was die Verbreitung angeht.
Dem stimme ich weitestgehend zu, auf meinem privaten PC läuft Windows nur, weil ich spielen möchte ohne jedes Mal den PC neustarten zu müssen um in ein anderes Betriebssystem zu wechseln.
Im privaten Umfeld bietet vor allem Ubuntu alles was das Herz begehrt und ist genauso einfach wie Windows zu bedienen. Ich persönlich finde die Benutzerführung sogar besser. Bis und ob irgendwann Spiele ähnlich problemlos installiert werden können wie auf einer Windows Plattform wird die Zeit zeigen. Dafür müssten sich zudem auch die Hardware-Hersteller mehr auf diesem Gebiet einringen, um eine gewisse Treiber Qualität sicherzustellen.
All das sehe ich leider nicht in naher und auch nicht in ferner Zukunft auf uns zukommen.