• Grafik
  • Sound
  • Atmosphäre
  • Steuerung

Diablo 3 kam am 15. Mai 2012 endlich auf den Markt. Blizzard hat sich immerhin gut 12 Jahre Zeit mit dem Nachfolger eines der beliebtesten Spiele der Geschichte gelassen. Einerseits freut es mich das es nun endlich  erschienen ist andererseits hoffe ich, dass ich auf Diablo 4 nicht wieder 12 Jahre warten muss!

Ich habe aktuell Diablo 3 auf dem normalen Schwierigkeitsgrad einmal mit einem Barbaren durchgespielt und bereits mit dem nächsten Durchlauf auf dem Schwierigkeitsgrad Alptraum begonnen. Die gesamte, recht spannende und unterhaltsame Geschichte habe ich in circa 20 Stunden bewältigt. Im Review gehe ich vor allem auf die Umsetzung und das Setting ein. Details zu Hintergrundgeschichte werde ich nicht verraten. Ihr könnt also ohne Gefahr weiterlesen!

Die Geschichte:

Nachdem die Helden aus Diablo  2 den Höllenfürst selbst besiegt haben könnte man glauben die Welt sei gerettet aber es macht sich wieder ein neues Übel auf den Weg die Menschheit auszulöschen. Unser Held zeiht also los um das Böse erneut zu besiegen. Prinzipiell wird auf in Diablo 3 eine gefühlt schon oft gehörte Heldengeschichte erzählt aber besonders durch die Präsentation und wirklich überraschenden Wendungen in der Geschichte schaffte es Blizzard mich vor dem Monitor zu fesseln.
Wie von Blizzard gewohnt gibt es hervorragende Videosequenzen zwischen den einzelnen Spielabschnitten. Diese erzählen mitreißend die Geschichte zwischen den 4 Akten weiter und bauen eine kinoreife Atmosphäre auf. Anders als in den Vorgängern wird die Geschichte aber auch während der Akte voran getrieben. Das geschieht vor allem in Gesprächen aber auch in kleinen Video-Sequenzen in Ingame-Grafik. Dadurch gewinnt das Spiel an Tiefgang und man fühlt sich als Teil des Abenteuers.
Neben der Hauptstory hat Blizzard das Geschehen durch Tagebücher verschiedener Charaktere erweitert, welche aus der Vergangenheit berichten. Diese Tageücher sind perfekt ins Spielgeschehen eingebunden und bremsen den Spieler nicht aus. Die Inhalte werden einfach während der Gefechte vorgelesen. Vieles wird Fans der Reihe bekannt vorkommen!
Neben den Tagebüchern wird eine Art Wissensdatenbank ausgebaut. Beim ersten Kontakt mit einem Gegnertyp wird die Herkunft derer erläutert und welche Eigenschaften sie besitzen.

Die Einteilung in 4 Atke ist bekannt und wird auch bei Diablo 3 wieder eingesetzt. Die Spielzeit der ersten drei Akte ist relativ gleich, während der letzte Akt schneller beendet ist. Das ist ein raffinierter Kniff um das Tempo der Geschichte gegen Ende nochmal anzuziehen.

Insgesamt bin ich von der Geschichte überzeugt und besonders der dritte Akt hält einige Überraschungen für den Spieler bereit.

Der Held und das neue Fertigkeitensystem:

Rollenspieltypisch startet man mit einem Helden, welcher voll ausgestattet und ausgebildet werden muss.
Anders als in den Vorgängern gibt es die klassischen Talentbäume und Skillpunkte nicht mehr. Es werden zwar noch Werte wie Stärke oder Geschicklichkeit verteilt, dies geschieht aber bei einem Levelaufstieg automatisch.
Ich sehe das nicht als Nachteil. In Diablo 2 konnte man sich seinen Helden durch die falsche Verteilung der Skillpunkte sein eigenes Grab schaufeln. So war es möglich einem Barbaren alle Punkte auf Intelligenz zu setzen, auch wenn es keinen nutzen hat. Blizzard löst das Problem simpel und einfach. Ich habe das verteilen in keiner Phase des Spiels vermisst.

Auffälliger war dann das neue Skillsystem, welches die Fertigkeitspunkte in den Talentbäume der Vorgänger ablöst. Der Spieler bekommt beim Aufstieg in ein neues Level nicht mehr eine bestimmte Anzahl von Fertigkeitpunkten, mit denen man dann ein Talent aufwertet. Nun werden bei jedem Levelaufstieg Fähigkeiten freigeschaltet, diese können sowohl aktiv wie auch passiv sein. Diese Fähigkeiten kann man nach belieben wechseln und im späteren Verlauf mit Runen verstärken und modifizieren.
Während man sich in Diablo 2 meist auf eine Waffenart gestgelegt hat entfällt diese Entscheidung in Diablo 3, durch das neue System, gänzlich. Der Spieler hat immer die Möglichkeit die Fähigkeiten den eigenen Waffenvorlieben anzupassen. Mit dem neuen System habe ich mich zu Beginn schwer anfreunden können. Mittlerweile nach gut 22 Spielstunden sehe ich diesen Punkt anders. Die Vorteile, dass man sich jederzeit auf eine andere Waffengattung und Spielart anpassen kann finde ich absolut gelungen. Besonders im Hinblick auf die Langzeitmotivation macht dieser Schritt Sinn. Ich bin als Spieler nicht auf wenige geskillte Fertigkeiten beschränkt und wer möchte schon nach 100 Spielstunden immer noch die gleichen 4 Attacken durchführen?

Die Steuerung:

Die Steuerung ist, wie bei Blizzard Titeln üblich, über jeden Zweifel erhaben und bietet im Vergleich zu Diablo 1 und Diablo 2 kaum erwähnenswertes Neues. Die Steuerung erfolgt nahezu komplett mit der Maus und einer Hand voll anderer Tasten. Die Bedienung ist nach wenigen Spielminuten kein Problem mehr und die Interaktionen mit NPCs (Nichtspierlcharaktere) ist selbsterklärend.

Grafik und Technik:

Mich hat die Grafik, nachdem ich alle Gebiete gesehen habe, überzeugt. Insgesamt betrachtet finde ich sie auch nicht mehr zu hell oder zu comichaft.
Technisch betrachtet könnten die Texturen sicher besser sein aber vor allem die guten Effekte machen mir immer wieder Freude. Ein weiterer Vorteil sind die niedrigen Hardwareanforderungen, welche fast jedem ermöglichen Diablo3 in einer anständigen Qualität zu spielen.

Fazit:

Für mich wurde Diablo 3 der erhoffte Nachfolger und es macht riesig Spaß. Es ist in vielen Fällen den Vorgängern sehr ähnlich und verbessert Details. Der Suchtfaktor ergreift mich bereits nach den ersten Minuten und ich habe Diablo 3 für meine Verhältnisse in einer Rekordzeit durchgespielt. Natürlich werde ich die anderen Schwierigkeitsgrade in den kommenden Tagen in Angriff nehmen.