• Grafik
  • Sound
  • Steuerung
  • Atmosphäre

Ich habe nun einige Spielstunden mit Dota 2 verbracht und es begeistert mich immer noch. Das Prinzip der Warcraft 3 Custom Map ist sehr gut übernommen worden und sinnvoll ergänzt.

Um es eines Vorweg zu nehmen, ich bin noch kein eingefleischter Dota-Profi und habe noch nicht viele hundert Stunden im Spiel zugebracht. Dieser Test richtet sich daher auch eher an Einsteiger als an alte Hasen, welche das Spiel ohnehin in und auswendig kennen.
Vor kurzem habe ich die Warcraft 3 Custom Map Dota Allstars zum ersten mal auf einer Lan-Party gespielt und war trotz der miesen Grafik vom Spielprinzip begeistert. Also war der logische Weg den Nachfolger Dota 2 von Valve zu testen. Dota 2 befindet sich zur Zeit noch in der geschlossenen Beta-Phase.

Das Spielprinzip von Dota im Allgemeinen ist schnell erklärt. Es gibt zwei verfeindetet Fraktionen, welche jeweils über eine Basis verfügen. Von diesen Startorten der jeweiligen Fraktion marschieren die sogenannten Creeps jeweils drei abgesteckte Wege Richtung Gegner und greifen automatisch nahende Feinde und Befestigungen an. Die Creeps sind nichts weiter als Kanonenfutter, welche unsere Helden bei dem Kampf unterstützen und dienen in der Anfangsphase der Runde vor allem als Tank.
Insgesamt treten bei einer Runde Dato je fünf Helden gegeneinander an. Das Ziel ist es die gegnerische Basis zu stürmen und zu zerstören. Dafür müssen Horden von Creeps getötet werden und Schutztürme zerstört werden. Die Helden über die drei Wege zur Basis des Gegners zu gelangen und bekämpfen sich mit den individuellen Fähigkeiten. Das Team, welches als erstes die Basis zerstört gewinnt die Runde.
Wie bei aktuellen Spielen üblich wird man durch Auszeichnungen und Items belohnt. Ein Spiel dauert normalerweise zwischen 45 und 60 Minuten.

Um einen Key zu bekommen gibt es drei Möglichkeiten:

  1. Bewerbung auf der offiziellen Seite für einen kostenlosen Invite. Ich hatte damit Glück, auch ein paar meiner Freunde hatten relativ schnell eine Einladung.
  2. Bei Steam den Beta-Invite für circa 28 Euro kaufen. Zum Invite gibt es außerdem ein paar InGame Items optischer Natur.
  3. Bei Ebay eine Einladung ergattern. Hier sind die Preise deutlich niedriger als bei Steam und fangen je nach aktuellem Angebot bei ungefähr 10 Euro an. Ein Freund hat diese Möglichkeit genutzt, weil er nicht warten wollte, es hat reibungslos funktioniert.

Wenn man diese Hürde überwunden hat und die Beta startet wird man von der Anzahl der möglichen Helden erschlagen. Es sind zwar bei weitem noch nicht alle Helden des Originals umgesetzt aber trotzdem ist die Anzahl für einen Anfänger mehr als ausreichend.
Ich habe mir im Vorfeld die verschiedenen Helden angeschaut um eine Vorauswahl an möglichen Kandidaten zu finden. Für Neueinsteiger, zu denen ich mich zähle, bieten sich Fernkämpfer an. Das macht es zumindest in der Startphase einer Runde etwas leichter. Prinzipiell kann man aber sagen, das Fernkämpfer keinen generellen Vorteil haben.
Nach der ersten schwierigen Entscheidung für einen Helden geht es im Grunde genauso weiter. Es gibt zahlreiche Ausrüstungsgegenstände, welche zu stärken Gegenstände kombiniert werden können. Dies ist besonders für unerfahrene Dota-Spieler besser gelöst als auf der Custom-Map von Warcraft 2. Durch gute grafische Präsentation kann man einfach erkennen, welche Gegenstände für mächtigere Ausrüstung kombiniert werden können. Außerdem gibt es eine Hilfestellung für Neueinsteiger, welche anschaulich die Grundausrüstung präsentiert, welche für den entsprechenden Helden sinnvoll ist. Hier wird man aber sicher mit entsprechender Erfahrung von den Vorschlägen abweichen und den Helden entsprechend der eigenen Spielweise ausrüsten.

Wenn man sich die Helden im Vorfeld anschaut hält man die Komplexität der Steuerung für überschaubar, doch in der ersten Runde wird man schnell eines besseren belehrt. Jeder Held hat prinzipiell vier Fähigkeiten, welche aktiv wie auch passiv sein können. Vor allem Helden mit vier aktiven Eigenschaften sind aus meiner Sicht etwas schwieriger zu spielen, wenn einem die Bedienung noch nicht in Fleisch und Blut übergegangen ist. Zudem kommen noch verschiedene Ausrüstungsgegenstände hinzu, welche ausgelöst werden können und den Helden für eine gewisse Zeit stärken oder schützen.
Auch wenn die Anzahl der Fähigkeiten nicht an aktuelle MMOGs ran kommt ist es umso wichtiger die Fähigkeiten im richtigen Moment einzusetzen, um die angreifenden Helden aufzuhalten.
Während der Gefechte steigt euer Held, bis maximal Level 25, auf. Mit den Fähigkeitspunkten  kann man zum einen die eigenen Attribute verstärken oder zum anderen die Fähigkeiten aufwerten.

Grafik:

Die Grafik basiert auf der mittlerweile nicht mehr ganz frischen Source Engine. Dennoch sieht es sehr gut aus und erinnert an den Vorgänger. Vorteil der älteren Engine ist natürlich, dass mehr Spieler Dota 2 spielen können. High-End Hardware wird für dieses Spiel nicht benötigt. So kommt es im Grunde auch zu keinen bösen Rucklern. Auch Lags konnte ich bisher nicht feststellen.
Die grafischen Effekte haben mich teilweise richtig beeindruckt. Besonders wenn Helden bestimmte Fähigkeiten einsetzen kann es ein richtiges Feuerwerk geben.

Sound:

Der Sound ist ebenso so gut gelungen wie die Grafik. Die Helden haben unterschiedliche Stimmen und geben ab und zu ein Kommentar ab. Die Sprache ist zur Zeit noch Englisch, ob es eine deutsche Synchronisation geben wird konnte ich nicht herausfinden aber das gesprochene sollte auch für Spieler mit geringen Englischkenntnissen kein Problem sein.

Steuerung:

Man kann Dota 2 komplett mit der Maus steuern. Die meisten Spieler werden bestimmt nach ein paar Runden aber mehr und mehr Tastaturkürzel nutzen, da die Bedienung dann noch schneller von der Hand geht. Das Interface ist nahezu komplett auf deutsch lokalisiert und sehr übersichtlich. Ab und zu könnten manche Funktionen aber auch besser erklärt sein. Es hat zum Beispiel etwas gedauert bis ich die Funktion des Lieferponys bedienen konnte.
Insgesamt ist die Steuerung sehr zugänglich.

Atmosphäre:

Die Grafik und der Sound passen zu Dota 2, auch die englischen Kommentare der Helden gefallen mir. Die Stimmen sind abwechslungsreich umgesetzt und tragen viel zur dichten Atmosphäre bei. Die Musik mache ich, wie in den meisten Games, nach kurzer Zeit aus und lasse meine eigene Sammlung im Hintergrund laufen.

Fazit:

Dota 2 ist ein sehr spannendes und temporeiches Spiel, welches ich uneingeschränkt weiter empfehlen kann. Die Einstiegshürde ist im Vergleich zu anderen Spielen sicher hoch aber wenn sich einmal rein gebissen macht es viele Stunden lang richtig Spaß!

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