• Grafik
  • Sound
  • Atmosphäre
  • Steuerung

Um es vorweg zu nehmen, Darksiders habe ich nie gespielt, daher ist mir ein Vergleich mit Darksiders 2 nicht möglich. Vielleicht gehe dadurch aber unbefangener an den Nachfolger, da ich Features aus dem Vorgänger nicht vermisse.

Darksiders 2 ist momentan sehr präsent in den Medien und Bewertungen des Vorgängers haben mich zum Kauf getrieben. Die Installation geht erfreulich einfach von der Hand und macht keinerlei Probleme. Eine einmalige Aktvierung über Steam ist erforderlich und hat bei mir problenlos funktioniert. Nachteil ist, dass das Spiel nicht weiter verkauft werden kann. Nach jüngsten europäischer Rechtssprechung widerspricht dies gegen europäisches Recht, wann und ob Valve darauf regiert bleibt abzuwarten. Stellungnahmen dazu sind mir bisher keine bekannt.
Die Bedienung des Interfaces ist etwas gewöhnungsbedürftig, da die Maus und die Tastatur verwendet wird. Dies ist Vermutlich der Konsolenversion geschuldet.

Hintergrundgeschichte:

Wie üblich gehe ich nicht detailliert auf die Hintergrundgeschichte ein und verrate keinerlei Inhalte. Angst vor Spoiler braucht hier niemand zu haben.
Das Intro ist wirklich gelungen und erinnert von der Inszenierung her an große, epische Geschichten, wie Der Herr der Ringe oder andere.
Der Spieler übernimmt in Darksiders 2 die Rolle Tod, der Burder von Krieg, um dessen Unschuld an der Vernichtung der Menschheit zu beweisen. Besonders die Namen der Protagonisten verwirrte mich zunächst etwas. Nach kurzer Zeit hat man sich aber daran gewöhnt, dass man selbst der „Tod“ ist und mein Bruder „Krieg“ heißt.

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Darksiders 2 bei Amazon!

Die Hintergrundgeschichte wird im weiteren durch gut bis sehr gut gesprochene Dialoge voran getrieben und bei wichtigen Punkten mit Videos ergänzt. Diese sind in Spielegrafik gehalten.

Die Hintergrundgeschichte von Darksiders 2 ist sicherlich nicht komplett neu aber erfüllt ihren Zweck, ähnlich wie in Diablo 3.

Spielprinzip:

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Darksiders 2 – Inventar

Der Tod wird aus der Third-Person-Perspektive gesteuert und durch die weitläufige Oberwelt gesteuert. In der Oberwelt kann der Tod auf sein Pferd „Verzweiflung“ zurück greifen um schneller von A nach B zu kommen.
Der Tod kämpft in den einzelnen Spielabschnitten mit einigen verschiedenen Gegnern, welche unterschiedlich agieren. Besonders die Endgegner stellen teilweise eine große Herausforderung dar.

Während der Tod versucht die Unschuld seines Bruders zu  beweisen, bereist er die Welt und steigt in Leveln auf. Bei jedem Levelaufstieg bekommt der Tod einen Skillpunkt, den er in zwei Skillbäumen verteilen kann. Ebenso erlangt er weitere Angriff-Moves, welche es teilweise kostenlos gibt. Andere müssen gekauft werden.
Besonders dieser Aspekt erinnert stark an Diablo und Diablo 2, was an dieser Stelle keine Kritik ist. Mir macht das Verteilen der Punkte Spaß.
Neben den Talentpunkten  bekommt man im Laufe der Geschichte immer bessere Ausrüstung. Diese stammt entweder von besiegten Gegner, aus Truhen oder  man erhält sie als Belohnung, für erledigte Aufgaben. Auch hier sind wieder Anleihen aus Diablo nicht zu verleugnen. Darksiders 2 macht es aber viel besser als das aktuelle Diablo 3. Die Gegenstände haben faire Dropraten, so das man regelmäßig für besiegte Gegner belohnt wird und den Tod besser ausrüsten kann.
Die Gegenstände, wie Waffen, liegen, wie mittlerweile üblich, in verschiedenen Qualitätsstufen vor.

Neben dem Aufwerten des Helden spielen Jump-Einlagen und Rätsel eine wichtige Rolle in Darksiders 2. Die machen auch denjenigen Spaß, denen Jump an Runs oder  Adventures im Stil von Tomb Raider nicht zusagen. Ich bin von zu schwierigen Sprung-Passagen schnell frustriert aber Darksiders findet eine gute Mischung.

Die Vielfalt der Gegner haut einen leider nicht vom Hocker, die bombastischen Endgegner ausgenommen.

Steuerung:

Die Steuerung von Darksiders 2 ist aus meiner Sicht sehr unglücklich. Während die Bedienung des Tod aus der Third-Person-Perspektive weitestgehend problemlos funktioniert ist die Bedienung der Menüs teilweise ein einziger Krampf. Am besten ist es, wenn man sich die Bedienung per Tastatur oder Gamepad einprägt. Die Mischung aus Maus und Tastatur ist verwirrte mich immer wieder.

Grafik:

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Darksiders 2 – Boss

Auch hier ist leider nicht alles überragend. Während die Kämpfe noch recht ansehnlich animiert sind weisen die Texturen eine schlechte Qualität auf. Hier merkt man Darksiders 2 die Konsolenherkunft am deutlichsten an. Für mich bleibt es unverständlich, wie man ein Spiel für den PC mit einer solchen Grafikqualität veröffentlichen kann.
Der Hersteller nimmt dem Spiel unnötig Atmosphäre. Dies ist besonders Schade wenn man bedenkt wie viel Spaß Darksiders 2 macht. Natürlich ist Grafik bei einem Spiel nicht alles aber die Texturen und Schatten sind einfach nicht zeitgemäß. Diablo 3 ist grafisch zwar kein Überflieger sieht aber dennoch viel besser aus.

Fazit:

Darksiders 2 hat mir Aufgrund der der spannenden Kämpfe und fordernden Endgegner, sowie der wirklich gut erzählten Geschichte Spaß gemacht.

Dennoch habe ich mich über die konsolenartige Bedienung und die Qualität der Grafik geärgert. Es ist gut das Darksiders 2 für den PC erschienen ist und es macht wirklich Spaß. Manchmal wünsche ich mir von den Herstellern aber mehr Aufwand bei den Portierungen, um uns PC-Spieler eine dem System angemessene Qualität zu liefern.

Insgesamt kann man sagen, dass die teilweise schlechte Portierung Darksiders 2 nicht, wie viele Titel zuvor, den Todesstoß versetzt hat, da es davon abgesehen ein mitreißendes und unterhaltsames Spiel ist. Einige Punkte hätten Diablo 3 gut gestanden!

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