• Grafik
  • Sound
  • Atmosphäre
  • Steuerung

Bei R.U.S.E handelt es sich um ein Echtzeit-Strategiespiel vom Entwickler Eugen Systems und wird von Ubisoft herausgegeben. Es erschien am 10. September 2010 und wurde von vielen Magazinen sehr gut bewertet. Mittlerweile gibt es das Spiel für 6 Euro bei Amazon als Download oder CD Version. Für mich war das Grund genug zuzuschlagen und mir endlich da Spiel anzuschauen.

Beim Release im Jahr 2010 war ich bereits begeistert von den Berichten aber da ich dort das eine oder andere Spiel noch auf Vorrat liegen hatte kam es nie zu einem Kauf. R.U.S.E sieht auch grafisch heute noch sehr gut aus und man merkt ihm das Alter kaum an. Spielerisch sind die meisten Strategie-Spiele ohnehin zeitlos.Da es aktuell kaum neues im Bereich der Echtzeit-Strategie gibt und ich nochmal General spielen wollte hat sich R.U.S.E regelrecht aufgedrängt.

ruse01

R.U.S.E bei Amazon (Anzeige)

Geschichte:

Die Geschichte von R.U.S.E spielt während des 2. Weltkriegs und bietet entsprechende Einheiten. Die Hintergrundgeschichte ist als gelungen zu bezeichnen auch wenn es sicher besseres Gibt. Die Zwischensequenzen gehen direkt in die Missionsbesprechungen über und lassen den Spieler ins Geschehen eintauchen. Teils sind die Charaktere sehr patriotisch in Ihren Aussagen, was ans kitschige grenzt.Auch wenn die Geschichte nicht perfekt ist erfüllt sie ihren Zweck. Inhaltlich will ich nichts vorweg nehmen, Da die eine oder andere Wendung in der Geschichte stattfindet mit der vielleicht nicht zu rechnen ist.

Spielprinzip:

Das Spielprinzip ist einfach aber genial. Anders als in anderen Strategie-Spielen reicht es in R.U.S.E nicht aus eine riesige Armee von Panzern zusammen zu stellen und den berühmten Tank-Rush durchzuführen. Die Kämpfe sind taktisch anspruchsvoll und Fehler werden prompt bestraft. Dies liegt besonders an dem ausgefeilten Schere-Stein-Papier System, welches absolut einleuchtend funktioniert.

Die mächtigsten Panzer bringen mir nichts wenn der Gegner seine Basis mit Panzerbwehrkanonen gesichert hat. Da muss zunächst die Infanterie den Weg frei räumen damit die Panzer freie Fahrt haben. Es gibt immer die perfekte Einheit um ein Angriff des Gegners zu kontern und zurückzuschlagen. Andersherum hat man natürlich ebenfalls die taktischen Mittel einen gezielten Angriff ausführen und die Schwachstellen der gegnerischen Linien auszuspüren.

ruse03

Screenshot

R.U.S.E setzt sich durch diese klare Einteilung der Stärken und Schwächen der Einheiten angenehm von anderen Strategie-Spielen ab und wir dadurch fair. Der Spieler weiß jeder Zeit warum er einen Kampf verloren und wie er beim nächsten mal vorgehen kann, um einen Sieg davon zu tragen.

Neben der bereits genannten Standard-Zutaten, wenn auch sehr guten, bietet R.U.S.E noch mehr. Jeder General kann verschiedenen  Listen während eines Gefechts einsetzen, welche ihm Vorteile verschaffen. Das beginnt zum Beispiel bei einem einfachen Spion der die gegnerischen Stellung ausspioniert und sichtbar und endet bei aufwändigen Täuschungsmanövern, welche einen Angriff vortäuschen. So kann der Spieler einen Angriff von der linken Seite antäuschen um dem Gegner dann in den Rücken zu fallen.
Dieses geniale Feature macht besonders Multiplayer Partien zu einer wahren Freude!  Etwas vergleichbares bietet zur Zeit kein anderes Spiel. Bei Gefechten gegen Freunde kommt so wirkliche Schadenfreude auf und es motiviert ungemein für weitere Runden R.U.S.E.

Steuerung:

Die Steuerung von R.U.S.E geht einfach von der Hand und das Interface ist mehr als übersichtlich. Die meisten Aktionen werden direkt auf dem Spielfeld ausgeführt und verwinkelte Menüs gibt es nicht.
Allein für die Listen muss ein Button betätigt werden aber mehr als 2 Klicks sind dafür nicht notwendig.

Etwas gewöhnungsbedürftig ist die Steuerung der Einheiten, welche nach einer halben Stunde kein Problem mehr war. Grund  dafür ist der Zoom-Modus den man nutzen muss um die gesamte Karte im Überblick zu haben. Ab einer gewissen Zoom-Stufe sind die Einheiten nur noch in Verbänden steuerbar und nicht mehr als einzelne Einheit, dafür muss man wieder rein zoomen. Auch wenn es zunächst etwas seltsam ist macht dies doch Sinn, da über die hohen Zoom-Stufen vor allem geplant wird und größere Distanzen zurückgelegt werden sollen.
Für die einzelnen Scharmützel zoomt man dann näher ran und hat damit dann wieder alles im Griff.

ruse02

Screenshot

Die Position der Einheiten auf der Karte spielt ebenfalls eine Kampf entscheidende Rolle. So können viele Einheiten nicht über Hindernisse schießen. Beim bewegen der Einheiten wird ein blauer Kreis eingeblendet, welcher die Reichweite anzeigt und vor allem das Gebiet, welches beschossen werden kann. So ist es leicht zu erkennen ob eine Einheit besser ein paar Meter weiter rechts stehen sollte, um den optimalen Radius abzudecken.

Grfaik:

Die Grafik ist absolut in Ordnung sieht gut aus. Vor allem wenn man beachtet, dass das Spiel Ende 2010 erschienen ist. In Full-HD und mit allen Details brauch es sich nicht vor Starcraft 2 zu verstecken und die extrem hohe Zoom-Funktion gefällt mir sehr gut. Da fühlt man sich tatsächlich wie ein General.

Die Einheiten sind detailreich und gut animiert. Die Explosionen sehen sehr gut aus und sind nicht übertrieben dargestellt.

Fazit:

Insgesamt gefällt mir R.U.S.E sehr gut und erinnert mich an alte Commend and Conquer Zeiten, wobei die Einheiten dort nie so gut ausbalanciert waren! Die Grafik und die Geschichte sind zeitgemäß und machen trotz des Alters einen guten Eindruck.

Der große Pluspunkt von R.U.S.E ist gas gelungene und faire Spielprinzip, welches durch die Listen weiter aufgepeppt wird. Das Tempo einer Runde R.U.S.E ist nicht so hoch wie bei Starcraft, was mir persönlich aber auch etwas lieber ist.
Jeder Angriff muss durchdacht sein und Schnellschüsse führen oft zu Niederlagen, ein richtiger Echtzeit-Strategie Titel eben!

[youtube id=“5ohNzHWL7FI“ width=“600″ height=“350″]